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Die besten Rechnungsprogramme in Österreich 2026 im Vergleich

Ein gutes Rechnungsprogramm für Österreich muss vor allem die österreichischen Regeln beherrschen: die Rechnungsmerkmale des §11 UStG 1994, die Steuersätze 20, 13 und 10 Prozent, die Kleinunternehmerregelung und saubere, fortlaufende Belege. Dieser Vergleich stellt sechs Programme gegenüber, die für EPU und kleine Unternehmen infrage kommen – vom österreichischen Buchhaltungsspezialisten bis zum schlanken Rechnungstool.

Transparenz und Methodik

Offenlegung: Invoify ist unser eigenes Produkt und in diesem Vergleich entsprechend gekennzeichnet (✱). Es wird nach denselben Kriterien eingeordnet wie alle anderen Programme. Die Angaben zu den übrigen Anbietern stammen aus deren öffentlichen Produktinformationen (Stand: Juli 2026) – Funktionen und Preise können sich ändern, maßgeblich sind die verlinkten Anbieterseiten. Dies ist ein redaktioneller Marktüberblick, kein Labortest.

Verglichen werden Programme, die für österreichische EPU und kleine Unternehmen realistisch sind – nach Österreich-Tauglichkeit, Belegumfang, Buchhaltungstiefe und Einstiegshürde.

Worauf es bei einem Rechnungsprogramm für Österreich ankommt

  • Rechnungsmerkmale nach §11 UStG 1994: fortlaufende Nummer, Steuersätze 20/13/10, UID wo erforderlich – automatisch richtig, nicht per Handarbeit.
  • Sonderfälle: Kleinunternehmerregelung, Reverse Charge und innergemeinschaftliche Umsätze mit den passenden Hinweistexten.
  • Belegkette: Angebot, Rechnung, Storno und Gutschrift nachvollziehbar verknüpft statt loser Einzeldokumente.
  • Buchhaltungstiefe: Reicht die Rechnungsstellung, oder sollen E/A-Rechnung und UVA gleich mit erledigt werden?
  • Einstiegshürde und Preis: Wie schnell steht die erste korrekte Rechnung – und was kostet der Dauerbetrieb?

Die fachlichen Grundlagen dazu liefert der Ratgeber Rechnung schreiben in Österreich.

Sechs Programme im Überblick

ProgrammTypZielgruppeBesonderheit
Invoify ✱Cloud, Belege + WarenwirtschaftEPU, Kleinunternehmen, kleine HändlerAT-Steuersätze und Kleinunternehmerregelung, Warenwirtschaft inklusive; im Pre-Launch kostenfrei
FreeFinanceCloud, Buchhaltung ATEPU und KleinunternehmenÖsterreichische E/A-Buchhaltung mit UVA und FinanzOnline-Anbindung
ProSaldo.netCloud, Buchhaltung + Faktura ATEPU bis KMUÖsterreichischer Anbieter mit Buchhaltung und UVA-Übermittlung
sevdeskCloud, BuchhaltungSelbstständige und kleine UnternehmenGroßer Funktionsumfang, eigene Österreich-Version
everbillCloud, Rechnungen einfachEPU und KleinunternehmenWiener Anbieter mit Fokus auf einfache Bedienung
kalkülCloud, Rechnungen schlankEinzelunternehmer und FreelancerBewusst reduziertes österreichisches Rechnungstool

Die Programme im Kurzprofil

Invoify ✱ – Belege und Warenwirtschaft aus einem Guss

Invoify deckt die österreichische Rechnungsstellung vollständig ab: Steuerland Österreich mit 20, 13 und 10 Prozent, Kleinunternehmerregelung, Reverse-Charge-Fälle mit Pflichthinweisen, dazu Angebote, Lieferscheine, Storno und Gutschrift mit eigenen fortlaufenden Nummernkreisen und E-Rechnungen nach EN 16931. Als Besonderheit ist eine Warenwirtschaft integriert – Artikel, Bestand, Einkauf, Retouren und Inventur. Ehrliche Grenzen: keine FinanzOnline-/UVA-Anbindung und kein österreichisches Mahnwesen-Modul (Stand: Juli 2026). Während des Pre-Launch komplett kostenfrei.

FreeFinance – Buchhaltung mit FinanzOnline-Draht

FreeFinance ist eine in Österreich entwickelte Buchhaltungslösung für EPU und Kleinunternehmen: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Rechnungsstellung und UVA mit FinanzOnline-Anbindung. Wer Buchhaltung und Steuer möglichst weit im selben System erledigen will, ist hier an der richtigen Adresse.

ProSaldo.net – der österreichische Allrounder

ProSaldo.net verbindet Faktura und Buchhaltung nach österreichischen Standards – inklusive UVA-Übermittlung. Ein etablierter heimischer Anbieter für alle, die von der Rechnung bis zur Voranmeldung durchgängig arbeiten wollen.

sevdesk – der große Funktionsumfang

sevdesk bietet seine Cloud-Buchhaltung in einer eigenen Österreich-Version an – mit breitem Funktionsumfang von der Belegerfassung bis zur Auswertung. Die Wurzeln liegen in Deutschland; der Funktionsreichtum ist zugleich Stärke und Einarbeitungsaufwand.

everbill – einfach Rechnungen schreiben

everbill aus Wien setzt bewusst auf Einfachheit: Rechnungen, Angebote und Belege in einem aufgeräumten Dashboard, ohne Buchhaltungslogik in den Vordergrund zu stellen. Für EPU, die schnell und unkompliziert fakturieren wollen.

kalkül – das reduzierte Rechnungstool

kalkül richtet sich an Einzelunternehmer und Freelancer, die genau eines wollen: schnell professionelle Rechnungen nach österreichischen Regeln schreiben. Wer keine Buchhaltung im Tool braucht, bekommt hier den schlanksten Einstieg.

Welches Programm für wen?

  • Du willst Rechnungen, Angebote und Lagerbestand in einem Werkzeug: Invoify ✱.
  • Du willst Buchhaltung und UVA gleich miterledigen: FreeFinance oder ProSaldo.net.
  • Du suchst den größten Funktionsumfang und wächst hinein: sevdesk.
  • Du willst es so einfach wie möglich: everbill oder kalkül.

Für Kleinunternehmer ist zusätzlich relevant, wie das Programm die Umsatzgrenze und die Hinweistexte behandelt – die Grundlagen stehen im Ratgeber Kleinunternehmerregelung in Österreich.

Häufige Fehler bei der Programmwahl

  • Ein deutsches Programm ohne Österreich-Unterstützung wählen und Steuersätze von Hand korrigieren.
  • Buchhaltungsfunktionen bezahlen, die die Steuerberatung ohnehin übernimmt.
  • Die Belegkette ignorieren: Storno und Gutschrift müssen sich auf die Ursprungsrechnung beziehen.
  • Registrierkassenpflicht für Barumsätze mit der Rechnungsstellung verwechseln.
  • Ohne Test mit einer echten eigenen Rechnung entscheiden.
  • Beim Wechsel den Export der Altbelege nicht prüfen.
Fachlicher Hinweis:Dieser Vergleich ist ein redaktioneller Marktüberblick auf Basis öffentlicher Anbieterinformationen (Stand: Juli 2026) und ersetzt keine individuelle Beratung. Funktionsumfang und Preise ändern sich – maßgeblich sind die Anbieterseiten.

Häufige Fragen

Was muss ein Rechnungsprogramm in Österreich können?

Es muss Rechnungen mit allen Merkmalen des §11 UStG 1994 erzeugen – fortlaufende Nummer, korrekte Steuersätze (20, 13, 10 Prozent), UID wo nötig – und Sonderfälle wie die Kleinunternehmerregelung oder Reverse Charge sauber abbilden. Für Barumsätze gilt zusätzlich die Registrierkassenpflicht, die ein eigenes Thema ist.

Brauche ich eine FinanzOnline-Anbindung im Rechnungsprogramm?

Nicht zwingend. Eine integrierte UVA-Übermittlung spart Zeit, wenn das Programm auch die Buchhaltung führt. Wer nur Rechnungen schreibt und die Steuer über die Steuerberatung abwickelt, braucht sie nicht. Programme wie FreeFinance oder ProSaldo.net sind hier stark; reine Rechnungstools verzichten bewusst darauf.

Gibt es kostenlose Rechnungsprogramme für Österreich?

Ja, mehrere Anbieter haben kostenlose Einstiege mit begrenztem Umfang. Invoify ist während des Pre-Launch komplett kostenfrei. Die aktuellen Konditionen stehen jeweils auf den Anbieterseiten.

Passt Invoify für österreichische Unternehmen?

Ja. Invoify unterstützt das Steuerland Österreich mit den Sätzen 20, 13 und 10 Prozent, die Kleinunternehmerregelung sowie Reverse-Charge-Fälle, dazu Angebote, Lieferscheine, Storno und Gutschrift mit fortlaufenden Nummernkreisen. Eine FinanzOnline-/UVA-Anbindung bietet Invoify derzeit nicht.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.