Was gehört in ein professionelles Angebot?
- Name und Anschrift von Anbieter und Kunde
- Angebotsnummer und Angebotsdatum
- klare Leistungs- oder Produktbeschreibung mit Mengen
- Nettoentgelt, Steuersatz, Steuerbetrag und Gesamtpreis beziehungsweise korrekter Steuerhinweis
- Leistungszeitraum, Lieferbedingungen und voraussichtliche Dauer
- Zahlungsbedingungen, Gültigkeitsfrist und mögliche Zusatzkosten
Angebot schreiben in fünf Schritten
- Kundendaten und Ansprechpartner prüfen.
- Leistungsumfang ohne unklare Sammelbegriffe beschreiben.
- Mengen, Preise, Rabatte und Umsatzsteuer nachvollziehbar berechnen.
- Gültigkeit, Liefertermin und Zahlungsbedingungen festlegen.
- Angebot als unveränderbare Fassung versenden und Annahme dokumentieren.
Ist ein Angebot verbindlich?
Beschreibe Änderungen und Zusatzleistungen ausdrücklich. Bei größeren Projekten gehören Abnahme, Mitwirkungspflichten, Teilzahlungen und Umgang mit Mehraufwand in eine klare Vereinbarung. Bei rechtlich oder wirtschaftlich bedeutsamen Aufträgen sollte der Text geprüft werden.
Umsatzsteuer und Kleinunternehmer
Regelbesteuerte Unternehmen weisen Preise und Umsatzsteuer transparent aus. Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994 berechnen keine Umsatzsteuer und sollten bereits im Angebot einen passenden Hinweis verwenden. Dadurch entstehen beim späteren Umwandeln in die Kleinunternehmer-Rechnung keine widersprüchlichen Beträge.
Vom angenommenen Angebot zur Rechnung
Eine saubere Belegkette verbindet Angebot, Annahme, Lieferung oder Leistung und Rechnung. Das erleichtert Rückfragen und sorgt dafür, dass die spätere Rechnung nach § 11 UStG 1994 inhaltlich zum tatsächlich ausgeführten Auftrag passt.