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Angebot schreiben Österreich 2027: Word/PDF-Vorlage

Quellenprüfung am 5. Oktober 2026 · Lesezeit 10 Min · Österreich

Ein österreichisches Angebot beschreibt Leistung, Preis und Annahmebedingungen. Lade eigene Word-/PDF-Muster für 2027 herunter: ein reguläres 20-%-Beispiel und eine getrennte KU-Fassung. Danach Umfang, Bindung und Steuerfall auf den tatsächlichen Auftrag anpassen.

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Ohne Anmeldung. Fiktive Beispiele 2027, alle Daten und den konkreten Steuerfall vor Verwendung anpassen. PDF-Muster sind keine strukturierten E-Rechnungen.

Was gehört in ein professionelles Angebot?

Ein gutes Angebot beschreibt Leistung, Preis und Bedingungen so eindeutig, dass beide Seiten wissen, was bei einer Annahme geschuldet ist. Es ist noch keine Rechnung und löst allein keinen Vorsteuerabzug aus.
  • Name und Anschrift von Anbieter und Kunde
  • Angebotsnummer und Angebotsdatum
  • klare Leistungs- oder Produktbeschreibung mit Mengen
  • Nettoentgelt, Steuersatz, Steuerbetrag und Gesamtpreis beziehungsweise korrekter Steuerhinweis
  • Leistungszeitraum, Lieferbedingungen und voraussichtliche Dauer
  • Zahlungsbedingungen, Gültigkeitsfrist und mögliche Zusatzkosten

Angebot schreiben in fünf Schritten

  1. Kundendaten und Ansprechpartner prüfen.
  2. Leistungsumfang ohne unklare Sammelbegriffe beschreiben.
  3. Mengen, Preise, Rabatte und Umsatzsteuer nachvollziehbar berechnen.
  4. Gültigkeit, Liefertermin und Zahlungsbedingungen festlegen.
  5. Angebot als unveränderbare Fassung versenden und Annahme dokumentieren.

Ist ein Angebot verbindlich?

Ob und wie lange ein Angebot bindet, hängt von Wortlaut, Frist, Kommunikation und Einzelfall ab. Formulierungen wie „freibleibend“ verändern die rechtliche Wirkung und sollten nicht gedankenlos eingesetzt werden.

Beschreibe Änderungen und Zusatzleistungen ausdrücklich. Bei größeren Projekten gehören Abnahme, Mitwirkungspflichten, Teilzahlungen und Umgang mit Mehraufwand in eine klare Vereinbarung. Bei rechtlich oder wirtschaftlich bedeutsamen Aufträgen sollte der Text geprüft werden.

Umsatzsteuer und Kleinunternehmer

Regelbesteuerte Unternehmen weisen Preise und Umsatzsteuer transparent aus. Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994 berechnen keine Umsatzsteuer und sollten bereits im Angebot einen passenden Hinweis verwenden. Dadurch entstehen beim späteren Umwandeln in die Kleinunternehmer-Rechnung keine widersprüchlichen Beträge.

Vom angenommenen Angebot zur Rechnung

Übernimm Positionen nicht blind: Prüfe vor der Rechnung, ob Menge, Leistungszeitpunkt, Rabatte oder Zusatzleistungen vom ursprünglichen Angebot abweichen.

Eine saubere Belegkette verbindet Angebot, Annahme, Lieferung oder Leistung und Rechnung. Das erleichtert Rückfragen und sorgt dafür, dass die spätere Rechnung nach § 11 UStG 1994 inhaltlich zum tatsächlich ausgeführten Auftrag passt.

Angebotsvorlagen 2027 als Word und PDF

Die eigene Word-Datei ist eine bearbeitbare Grundlage für ein österreichisches Preisangebot. Das PDF zeigt das ausgefüllte fiktive Muster. Zwei getrennte Fassungen stehen bereit: ein reguläres Inlandsbeispiel mit 20 Prozent Umsatzsteuer und ein Kleinunternehmer-Beispiel ohne gesonderten Steuerausweis. Beide beziehen sich auf dieselbe Leistung, damit die Preis- und Steuerdarstellung gut vergleichbar ist. Der passende Download richtet sich nach dem tatsächlichen Steuerfall des Anbieters, nicht allein nach der Kundengruppe. Namen, Anschriften und alle Beispieltermine müssen vor Verwendung angepasst werden.

Die Vorlagen beschreiben einen Workshop und ein Konzept mit einer eingeschlossenen Korrekturrunde. Für Waren, Handwerksarbeiten oder andere Dienstleistungen ist die Beschreibung entsprechend zu ersetzen. Die Formel „Leistung nach Absprache“ reicht für einen klaren Auftrag häufig nicht aus. Nenne die Menge, den konkreten Umfang und das Ergebnis, das der Kunde erhalten soll. Wenn wesentliche Unterlagen erst später vorliegen, dokumentiere diese Voraussetzung. Eine präzise Beschreibung macht es leichter, später zwischen vereinbarter Leistung und zusätzlichem Auftrag zu unterscheiden.

Das reguläre und das KU-Zahlenmuster vergleichen

PositionPreisgrundlageReguläres Beispiel
Workshop mit Dokumentation4 Stunden zu je 100 Euro netto400 Euro netto
Konzept mit einer Korrekturrunde1 Pauschale zu 600 Euro netto600 Euro netto
Gesamt1.000 Euro netto und 200 Euro Umsatzsteuer1.200 Euro inklusive Umsatzsteuer

Das reguläre Angebot weist den Nettopreis, 20 Prozent Umsatzsteuer und den Gesamtpreis aus. Die KU-Fassung nennt für den einschlägigen befreiten Fall 1.000 Euro Gesamtpreis und den Hinweis auf § 6 Absatz 1 Ziffer 27 UStG 1994. Es wird keine weitere Umsatzsteuer addiert. Verwechsle diese beiden Endpreise nicht, wenn du ein bestehendes Angebot in eine andere Darstellung überträgst. Ein mit dem Kunden vereinbarter Gesamtpreis wird nicht allein durch eine andere Feldüberschrift um 20 Prozent höher. Kläre den vereinbarten Preis und die tatsächliche Steuerbehandlung zuerst.

Wer sich auf die Kleinunternehmerbefreiung beruft, muss deren Anwendung für den konkreten Umsatz prüfen. Ein im Angebot weggefallener Steuerbetrag ist kein Nachweis, dass sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind. Für Grenzen und Rechnungsfolgen verweist dieser Vorlagenowner auf Kleinunternehmer-Rechnung in Österreich. Bei einem Auslandsauftrag, Reverse Charge oder mehreren Leistungen mit unterschiedlichen Sätzen reicht die hier gezeigte einfache Inlandsfassung nicht aus. Das Angebot muss dann den tatsächlich geprüften Fall abbilden und darf keine widersprüchlichen Steuerhinweise enthalten.

Umfang, Mitwirkung und Zusatzleistungen benennen

Die Vorlage enthält eine Korrekturrunde. Beschreibe, was damit gemeint ist, beispielsweise eine gebündelte Rückmeldung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums. Weitere Korrekturen oder ein geänderter Projektauftrag können gesondert vereinbart werden. Sie werden nicht automatisch durch dieselbe Pauschale bezahlt. Bei einer Warenlieferung brauchst du stattdessen eine eindeutige Artikelbezeichnung, Menge und die vereinbarte Lieferung. Bei einer Arbeit am Kundenstandort können Zugang, Vorleistungen oder der vorhandene Zustand relevant sein. Übernehme daher nur Bedingungen, die in deinem Auftrag tatsächlich gebraucht werden.

Mitwirkungspflichten sollen verständlich sein. „Kunde liefert Unterlagen bis zum vereinbarten Termin“ ist ein Anfang; hilfreicher sind die benötigten Dateien, der Zeitpunkt und eine zuständige Person. Falls ein Termin von diesen Unterlagen abhängt, beschreibe das offen. Lege keine nur scheinbar feste Lieferzusage in die Vorlage, wenn wesentliche Voraussetzungen fehlen. Gleichzeitig sollten Voraussetzungen nicht so allgemein bleiben, dass der Kunde den angebotenen Umfang nicht beurteilen kann. Das Angebot dient der Entscheidung über den Auftrag und muss den Preis mit der konkret beschriebenen Leistung verbinden.

Wahlpositionen sind vom Grundumfang zu trennen. Wenn eine Zusatzleistung beispielsweise 200 Euro netto kostet, darf sie nicht unbemerkt in der Summe stehen, obwohl der Kunde sie noch nicht bestellt hat. Nenne ihre Menge, Steuerdarstellung und Auswahlmöglichkeit separat. Bei mehreren Alternativen kannst du jeweils einen eigenständigen Gesamtpreis ausweisen. So ist erkennbar, ob „Variante A“ oder „Variante B“ angenommen wurde. Eine nicht gewählte Alternative wird nicht dadurch Vertragsbestandteil, dass sie auf derselben Angebotsseite gedruckt ist.

Annahmefrist und Bindung bewusst formulieren

Im fiktiven Muster steht eine Annahmefrist bis 15. März 2027. Sie ist ein Beispiel, keine gesetzliche Standardfrist für jeden Auftrag. Die österreichischen Grundlagen zu Antrag und Annahme ergeben sich insbesondere aus § 861 ABGB und § 862 ABGB. Ob eine bestimmte Formulierung im konkreten Vertrag passt, hängt von der Erklärung und dem Einzelfall ab. Eine deutsche Musterklausel wird deshalb nicht ungeprüft als österreichische Vertragsregel übernommen.

Die Datei sieht die unveränderte Annahme unter Angabe der Angebotsnummer vor. Möchte der Kunde Preise, Mengen oder Termine ändern, wird vor Vertragsschluss abgestimmt. Dokumentiere die anschließend vereinbarte Fassung, damit nicht eine alte PDF-Datei und eine spätere E-Mail mit anderen Beträgen nebeneinander als endgültiger Auftrag behandelt werden. Wenn eine Annahme nach Ablauf der genannten Frist kommt, prüfe das weitere Vorgehen ausdrücklich. Der Vorgang sollte nicht aus Gewohnheit denselben Status bekommen wie eine fristgerechte unveränderte Annahme.

Ein Angebot ist nicht automatisch ein Kostenvoranschlag und nicht bereits eine Rechnung. Begriffe wie „freibleibend“, ein garantierter Festpreis oder eine Preisobergrenze verändern die Aussage. Die Vorlage enthält deshalb keine pauschale Klausel, die für alle Geschäftsmodelle gelten soll. Wähle die Bindung, den Umfang und die Bedingungen bewusst. Bei einem wirtschaftlich erheblichen Projekt oder besonderen Vertragstypen ist eine fachliche Prüfung sinnvoll. Der Dateidownload ersetzt keine Abstimmung darüber, was genau beauftragt wird und welche Erklärung die Parteien abgeben.

Zahlungsbedingungen ohne vorgetäuschte Forderung

Das Muster nennt Zahlung 14 Tage nach späterem Rechnungserhalt ohne Abzug. Das Angebot selbst fordert noch keine Zahlung. Wenn tatsächlich eine Anzahlung vereinbart werden soll, gehören Höhe, Anlass und Fälligkeit in eine klare Vereinbarung; der passende Rechnungsbeleg wird anschließend gesondert erstellt. Schreibe nicht einfach „zahlbar sofort“ in ein Informationsangebot, wenn der Auftrag noch offen ist. Preisvereinbarung und tatsächlicher Zahlungsvorgang sollten voneinander unterscheidbar bleiben. Auch eine Bankverbindung in einer Fußzeile belegt keine bereits entstandene Zahlungsforderung.

Für Skonto brauchst du eine tatsächlich vereinbarte Bedingung und einen nachvollziehbaren Bezug. Die Beispielvorlage verspricht keinen pauschalen Nachlass. Bei Preisänderungen prüfst du außerdem, ob sie vor Annahme, als zusätzlicher Auftrag oder nach bereits erbrachter Leistung vereinbart werden. Diese Zeitpunkte betreffen unterschiedliche Arbeitsschritte. Halte einen Nachtrag separat fest und ordne ihn dem ursprünglichen Angebot beziehungsweise Auftrag zu. So lässt sich später die Rechnungsposition mit der angenommenen Leistung verbinden, ohne eine alte Preisfassung stillschweigend zu überschreiben.

Vom angenommenen Angebot zur passenden Rechnung

Nach der Annahme ist die vereinbarte Fassung der Ausgangspunkt für den Auftrag. Die spätere Rechnung richtet sich jedoch nach der tatsächlich abgerechneten Leistung. Kontrolliere ausgeführte Mengen, Leistungszeitraum, zusätzliche Vereinbarungen und gegebenenfalls bereits erhaltene Beträge. Ein Beispielangebot vom ersten März enthält nicht automatisch das richtige spätere Leistungsdatum. Die österreichische Rechnungsvorlage übernimmt deshalb den Rechnungsaufbau als eigenen Schritt. Für den Beleg zwischen Annahme und Ausführung behandelt Auftragsbestätigung in Österreich die eigene Funktion.

Invoify bietet den operativen Ablauf für Angebote und Rechnungen. Der Vorlagenartikel verspricht weder eine automatische Vertragsprüfung noch eine vollständige Finanzbuchhaltung. Falls du die Positionen in der Software weiterverarbeitest, prüfe im jeweiligen Beleg die tatsächlichen Werte und den Steuerfall. Eine gut formulierte Word-Datei ist außerdem kein strukturierter elektronischer Rechnungsdatensatz. Der spätere Ausgabebeleg und das vom Empfänger benötigte Format müssen zum tatsächlichen Rechnungsprozess passen. Den allgemeinen Weg erklärt Rechnung schreiben in Österreich.

Vor dem Versand das gesamte Dokument prüfen

Kontrolliere nicht nur die erste Seite. Alte Kontaktdaten, ein vergangener Liefertermin oder eine widersprüchliche Steuerzeile können in Kopfzeile, Fußzeile oder angehängten Bedingungen stehen. Suche nach eckigen Klammern und entferne nur Platzhalter, die tatsächlich nicht gebraucht werden. Ersetze erforderliche Angaben durch die eigenen Daten. Ergänze rechtsformabhängige Geschäftsangaben und speichere die ausgegebene Fassung mit einer nachvollziehbaren Referenz. Der Dateiname sollte nicht der einzige Ort sein, an dem Angebotsnummer und Version erkennbar sind.

  • Anbieter, Kunde und tatsächlichen Steuerfall geprüft.
  • Leistung, Menge, Grundumfang und Alternativen eindeutig beschrieben.
  • Netto-/Gesamtpreis und Rechenweg kontrolliert.
  • Mitwirkung, Ausführungszeitraum, Bindung und Annahmefrist abgestimmt.
  • Beispieltermine, Platzhalter und alte Fußzeilen ersetzt.
  • Versandfassung und spätere Annahme beim selben Vorgang dokumentiert.

Die eigenen Muster enthalten ausschließlich fiktive Daten und editierbare Platzhalter. Ihre Zahlen und Ausgabeformate werden überprüft. Eine Datei kann jedoch weder die Geschäftsdaten jedes Nutzers kennen noch den passenden Vertragswortlaut automatisch festlegen. Quellenprüfung: 5. Oktober 2026; erneute Prüfung bis 15. Dezember 2026. Die Beispiele 2027 bezeichnen keine neu beschlossene Gesetzesänderung. Die genannten österreichischen Primärquellen und die konkret vereinbarten Bedingungen sind vor Verwendung maßgeblich. Verwende nur Klauseln, deren Bedeutung und Anwendung du für deinen Auftrag geklärt hast.

Hinweis: Der Ratgeber erläutert die allgemeine Rechtslage in Österreich und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind Gesetz, Auftraggebervorgaben und fachliche Beratung maßgeblich.